Gleich zwei aktuelle Studien belegen:
Deutschland bleibt auch in zwanzig Jahren noch in der Spitzengruppe aller Volkswirtschaften
 
Es gibt mittlerweile ungezählte Prognosen, Zukunftsszenarien, Science Fiction-Bücher und -Filme, die weit überwiegend ein eher düsteres Bild der Welt in zwanzig Jahren malen: Mal sind wir hilflos Verbrechen ausgeliefert, mal beherrschen uns seelenlose Roboter, mal hat uns ein Virus ausgelöscht und mal bevölkern von Menschen geschaffene Maschinenwesen unsere Straßen - viele Blicke in die Zukunft, allesamt wenig erfreulich. Da tut die jüngst von Prognos Ende August/Anfang September 2013 vorgestellte Studie, die 42 Länder untersucht hat, richtig gut: Trotz immenser Herausforderungen wird es die Welt noch geben - und dabei besonders erfreulich: Deutschland wird auch im Jahre 2035 noch eine herausragende Rolle in der Spitzengruppe der großen Volkswirtschaften spielen.


Zunächst zu den Herausforderungen: Die Weltbevölkerung wird weiter rasant wachsen, das Klima und die Umwelt werden sich wandeln, und lebensnotwendige Ressourcen werden reichlich knapp werden.


Die Vereinten Nationen, UN, gehen von gegenüber heute sieben Milliarden von neun Milliarden Erdbewohnern aus. Wir werden folglich entsprechend mehr Nahrungsmittel, um 45 Prozent mehr Energie und um 30 Prozent mehr Wasser benötigen, und eine Welt ganz ohne Armut wird es auch 2035 noch nicht geben.


Hinzu kommen beträchtliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt: Die Spezialisierung wird weiter zunehmen, Fachkräfte werden zu den Gewinnern gehören, die „durchschnittlich begabt Beschäftigten werden an Perspektiven verlieren“. Der technologische Fortschritt wird demnach zu einem immer wichtigeren Faktor werden.


Prognos hat nun 42 Länder untersucht, die zusammen etwa 94 Prozent der Weltwirtschaftsleistung repräsentieren; Kriterien waren neben der demografischen Entwicklung die Konsolidierungsziele der einzelnen Länder sowie Prognosen zum Ölpreis, zur Inflation und zum Welthandel.


Alles zusammengenommen wird es China nicht gelingen, die USA von Platz 1 zu verdrängen: Die USA werden mit einer realen Wirtschaftsleistung von 19 Billionen Euro und einem Anteil von 27 Prozent am Welt-Brutto-Inlands-Produkt klar die Nummer 1 vor China bleiben. Das Land wird 11 Billionen erwirtschaften und einen Anteil am Welt-BIP von 16 Prozent aufweisen.
Anja Ettel in der WELT vom 6. September 2013: „Auch Deutschland wird als Exportnation weiterhin eine wichtige Rolle spielen“. Wir werden zwar ein wenig abrutschen, aber vorne mit dabei bleiben: Der deutsche Anteil am Welt-BIP wird zurückgehen von heute etwa sechs Prozent auf 4,6 Prozent in 2035. Indien wird bis dahin vor uns liegen.


Bei weitem nicht so erfolgreich wie über viele Jahre prognostiziert werden Brasilien und Russland abschneiden; es wird ihnen nicht gelingen, zu den Industrieländern aufzuschließen, so der doch überraschende Befund. Deutschland wird dagegen auch in Zukunft von seinem weit überdurchschnittlichen Industrieanteil profitieren. Wir haben 25 Prozent. Frankreich und England weniger als 15 Prozent. Und hinzu kommt: „Die meisten Ökonomen sehen Deutschland dank der Exportstärke bei High-Tech-Produkten und dank des dualen Ausbildungssystems für den weltweiten Wettbewerb der Zukunft gut aufgestellt“.


Deutschlands Unternehmen tun viel dafür, die Spitzenposition zu verteidigen und sogar auszubauen. Die Familienunternehmen haben dieser Tage Folgendes mitgeteilt: „Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen gilt als Schlüsselfaktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Ausgaben der deutschen Wirtschaft für Forschung und Entwicklung lagen 2012 mit 52 Milliarden Euro auf Rekordniveau“.


Und noch eine weitere Studie bestätigte in diesen Tagen Deutschland eine erfreuliche Perspektive: Nach den Aussagen des Weltwirtschaftsforums von Anfang September 2013 ist „Deutschland fast Wirtschafts-Weltmeister“. Die Untersuchung ergab, dass „keine große Industrienation für Unternehmer attraktiver ist. Nur Singapur, Finnland und die Schweiz liegen vor der Bundesrepublik“. Da dieser Report noch mehr Länder untersuchte als Prognos, kann man in Deutschland wohl begründete Hoffnungen auf eine gute Zukunft haben.


Auch wenn somit offensichtlich alle Zeichen auf „positiv“ stehen, so darf doch nicht übersehen werden, dass es auch ständiger Anstrengungen bedarf, vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung, denn wir drohen dramatisch an Fachkräften zu verlieren: Bis 2025 rechnet alleine Baden-Württemberg mit weniger Schülerinnen und Schülern; und die wenigen müssen „es dann reißen“. Die Prognosen der Ökonomen sagen voraus, dass sie es schaffen werden.

 

Dr. Walter Döring

Führungskräfte-Umfrage: Demografischer Wandel ist Deutschlands größtes Problem
 
Nach einer am 1. Juli 2013 veröffentlichten Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) - "Entscheidungsträger in Deutschland: Werte und Einstellungen" - ist der demografische Wandel für die deutschen Führungskräfte das größte und am wenigsten "angepackte" Problem Deutschlands.
 
Den demografischen Wandel sehen demnach 60 Prozent der Befragten an erster Stelle der Probleme, denen sich Deutschland stellen muss; weit vor Wirtschafts-, Finanz- und Staatskrisen (48%).
 
Die befragten Entscheidungsträger sind deshalb dafür, das Land für Zuwanderer zu öffnen. Mehr als 70 Prozent wollen die Grenzen öffnen, solange Arbeitsplätze dadurch besetzt werden können. 90 Prozent sind der Überzeugung, dass die Zuwanderer Deutschlands Kultur bereichern und der Wirtschaft gut tun.
 
Die Chefin des WZB, Jutta Allmendinger, kritisiert die befragten Eliten dafür, dass sie "offenbar nicht in der Lage sind, gemeinsam Lösungen für das Demografieproblem zu entwickeln". Gerade beim Thema demografischer Wandel müssten Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aber dringend kooperieren. Allmendinger: "Es fehlt am Verständnis für den jeweils anderen".
 
Flora Wisdorff in der WELT vom 1.7.2013: "Sinnvolle Lösungsansätze müssen alle Bereiche mit einbeziehen. Erwerbsbiografien müssen neu erdacht, Pflegekräfte gefunden und finanziert, die Zuwanderung noch stärker gefördert werden. Diese und noch viel mehr Bedingungen können unseren Wohlstand und die Lebensqualität sichern - selbst wenn die Bevölkerung altert und schrumpft. Doch es ist eine Herkulesaufgabe, die nur von der gesamten Gesellschaft und ihren Eliten geschultert werden kann. Das Problem ist erkannt. Jetzt muss es an die Lösung gehen - gemeinsam!"
 

Berufsziel Ingenieur / Wirtschaftsingenieur mit einem Vorwort von Dr. Walter Döring:

 

Demografische Entwicklung / Mangel an MINT-Nachwuchs

Demografische Entwicklung / Mangel an MINT-Nachwuchs
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Plagiarius Awards


 Die Verleihung des "Plagiarius 2013" fand statt während der Frankfurter Konsumgütermesse "Ambiente"im Congress Center der Messe Frankfurt, Raum "Illusion 1-3"am Freitag, 15. Februar 2013.


Die ‚Laudatio' auf die Preisträger hielt Dr. Walter Döring, Stv. Ministerpräsident a. D. und Geschäftsführender Gesellschafter ADWM GmbH - Akademie Deutscher Weltmarktführer.

 

Rede Dr. Walter Döring zur Verleihung des Plagiarius 2013
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Quellen: OECD, EUROSTAT und WamS vom 25.11.12 

Frankreich fällt zurück - Polen holt deutlich auf.

 

Während sich unser westlicher Nachbar Frankreich zunehmend und mit erstaunlicher Geschwindigkeit zum Sorgenkind der EU entwickelt, holt unser östlicher nachbar Polen mit zunehmendem Tempo auf. Seit fünf Jahren regiert mittlerweile der Liberale Donald Tusk Polen, und ebenso lange sind inzwischen der Finanz- und der Außenminister im Amt - diese Stabilität ist ein entscheidender grund für Polens Aufholjagd und geradezu rekordverdächtig in der EU, in der derzeit Regierungen schneller wechseln, als man sich die Namen ihrer Akteure merken kann. Polens Beitritt zur NATO 1999 und zur EU 2004 waren wichtige Weichenstellungen hin zu Sicherheit, Freiheit, Wohlstand und Rechtsstaat. Zu den Fakten: 

 

1. Wachstumsraten: 

  • Im Jahr 2005 in Frankreich 1,8 %,
  • in Deutschland 0,7 %
  • und in Polen 3,6 %.

 

  • Im Jahr 2011 in Frankreich 1,7 %,
  • in Deutschland 3,0 %
  • und in Polen 4,3 %. 

 

2. Jährliche Arbeitsstunden: 

 

  • Im Jahr 2011 in Frankreich 1475,
  • in Deutschland 1413
  • und in Polen 1937 Stunden. 

 

3. Verschuldung in Prozent des BIP, 2. Quartal 2012: 

 

  • In Frankreich 91,0,
  • in Deutschland 82,8
  • und in Polen 57,0. 

 

4. Bildung: 

 

In Polen studieren heute 1,9 Millionen Menschen, darunter 1,1 Millionen Frauen.Damit hat Polen heute fast doppelt so viele Studierende auf tausend Einwohner wie Deutschland. Und besonders wichtig:Ausländische Investoren sind in Polen willkommen und können sich ohne staatliche Gängelung frei entfalten. 

 

 

Deutsche Firmen forschen am meisten und bauen somit Innovationsvorsprung aus

 

Eine aktuelle Studie der Strategieberatung Booz & Company von Ende Oktober 2012 belegt, dass die deutschen Unternehmen die Ausgaben für Innovationen im vergangenen Jahr stärker als alle anderen Länder in der Europäischen Union gesteigert haben. In einem Vergleich der tausend forschungsfreudigsten börsennotierten Konzerne weltweit haben die Deutschen mitten in der Euro-Krise überproportional viel Geld in Produktinnovationen gesteckt. In konkreten Zahlen: Deutsche Konzerne haben ihre Ausgaben für F & E (Forschung und Entwicklung) um 14,8 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro gesteigert. Der europäische Durchschnitt lag bei 5,8 Prozent. Weltweit lag der Durchschnitt für F & E bei 9.6 Prozent. Diese Spitzenstellung bei den Ausgaben für Innoationen ist ein Grundpfeiler für Spitzenstellungen auch in anderen Feldern und eine entscheidende Grundlage für die Position als Weltmarktführer vieler deutscher Unternehmen. 

 

Quellen: Bundeswirtschaftsministerium, Institut der deutschen Wirtschaft Köln und WELT am Sonntag vom 21.10. 2012 

 

Aktuelle Studie des Bundeswirtschaftsministeriums belegt: Deutschland ragt heraus 

 

Nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, die Ende Oktober 2012 veröffentlicht, aber kaum beachtet wurde, steht der Industriestandort Deutschland nicht nur gut da, sondern wird auch immer besser. 

 

Einbezogen in die empirische Untersuchung wurden insgesamt 45 Länder: die OECD-Länder, die EU-27-(soweit nicht OECD) und die BRICS-Staaten. Analysiert wurden 58 Standortfaktoren wie Fachkräfteangebot, Rohstoffzugang, Exportkosten etc. und die Industrieunternehmen wurden nach ihren für sie jeweils besonders wichtigen Themen befragt. 

 

Diese fast 300 Seiten umfassende Studie mit dem Titel "Die Messung der industriellen Standortqualität in Deutschland" zeigt auf, dass der Industriestandort Deutschland zu den weltweit besten zählt. Als einer der wenigen Industrienationen gelang es Deutschland, in den vergangenen 15 Jahren die Rahmenbedingungen für die produzierende Wirtschaft auch noch zu verbessern. Die Autoren der Studie schreiben: "Deutschland ragt im Bereich Standortqualität aus den europäischen Industrieländern hervor!" 

 

Zwar rangiert Deutschland im Dynamik-Ranking, so Martin Greive in seiner Zusammenfassung, unter den 45 Ländern nur im oberen Mittelfeld - während sich auf den vorderen Rängen aufstrebende osteuropäische Länder wie die baltischen Staaten sowie Schwellenländer wie China finden. Aber die industrielle Standortqualität Deutschlands hat sich in dem 15-Jahres-Zeitraum überdurchschnittlich positiv entwickelt. Mehr noch: "Von den großen Industrieländern ist Deutschland das einzige mit einer überdurchschnittlichen Dynamik," sagt Karl Lichtblau, einer der Studienautoren. Wo liegen  nun die Vorteile? Da werden gleich eine ganze Reihe von Punkten aufgeführt: Vor allem bei der Regulierung der Produkt- und Arbeitsmärkte, der Luftverkehrsinfrastruktur, dem Internetzugang, im Bildungssystem und bei der Kundenorientierung hat Deutschland Fortschritte gemacht.

 

Aus Sicht der Industrie sind die Trümpfe des Standorts zudem die gute Rohstoffversorgung, die ausgebaute Infrastruktur, die hohe Innovationskraft der Wirtschaft und die hohe Anzahl an Arbeitskräften aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Das ist eine Überraschung, denn trotz des immer wieder beklagten Fachkräftemangels steht Deutschland da doch vergleichsweise noch ganz gut da. Aber es wird nicht alles positiv bewertet: Die Bevölkerungsentwicklung, also der demografische Wandel, die hohen Arbeitskosten, die Leistungsfähigkeit der Regierung, die wirtschaftliche Freiheit und die Bürokratie erhalten keine Bestnoten. 

 

Die Industrieunternehmen geben dem Standort Deutschland die Schulnote 2,6; kein wirkliches Ruhmesblatt, aber besser als die Fachleute zu Beginn ihrer Studie vermutet hatten - und vor allem besser als die weltweiten Wettbewerber. 

 

Energiepolitik und Energiefragen mit Günter H. Oettingen und Dr. Walter Döring in Brüssel Energiepolitik und Energiefragen mit Günter H. Oettingen und Dr. Walter Döring in Brüssel

Am 21. September nahm Dr. Walter Döring an Gesprächen zur Energiepolitik mit dem für Energiefragen zuständigen EU-Kommissar Günther. H. Oettinger in Brüssel teil.Gegenstand der Gespräche waren die Themen Energiesicherheit und Energieversorgung sowie die Abwendung der Gefahr der De-Industrialisierung wegen zu hoher Energiepreise.Man war sich einig hinsichtlich der großen Bedeutung dieser Themen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Weltmarktführer.

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